Die Vorgänger des Buches

Die Vorgänger des Buches

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Die Vorgänger des Buches

Heute will ich dir mal einige Vorgänger der heutigen Bücher vorstellen. Es ist ganz interessant und inspirierend was sich die Menschen der verschiedensten Zeiten und Kulturen alles ausgedacht haben, ihr Wissen festzuhalten und so an die kommenden Generationen weiter zu geben.

In den alten Kulturen schrieben die Menschen nicht auf Papier, sondern auf Stein, Knochen, Rinde, Palmen- oder Bananenblätter, Holz, Metall, Ton, Wachs, Papyrus, Schildkrötenpanzern, Tierhaut (Pergament), Bambus oder Seide. Dies tat man mit den unterschiedlichsten Werkzeugen, Meißel, Griffel, Feder. Die Formfindung der Schrift wurde durch die Werkzeuge mit denen man schrieb beeinflusst. Die Materialien, auf denen geschrieben wurde, beeinflussten die Form des Buches.
So wurde immer eine geeignete Buchform mit dem jeweiligen Materialien und Werkzeugen die vorhanden waren geschaffen. Einige Buchformen lebten lange nebeneinander her, bis sich schließlich manche gegenüber anderen durchsetzten weil sie mehr Vorteile brachte als vorherige. Viele dieser Buchformen, die sich nicht wie der Codex so stark durchsetzen konnten, sind gar nicht mehr oder nur noch als Sonderform in Gebrauch.

Der Begriff „Buch“ wird heute allgemein mit der Kodex Form in Verbindung gebracht. Doch davor gab es noch einige andere Buchformen.
Um schließlich Bücher wirklich gut und plan aufschlagen zu können, brauchte es einige Jahrhunderte der Entwicklung. Außerdem musste die ein oder andere Buchform eine gewisse Zeitspanne reifen, um ihren richtigen Durchbruch zu erleben. Für die Buchformen auch immer wichtig, welche Materialien und Werkzeuge zur Verfügung standen und für die Herstellung entwickelt wurden. Denn das Material des Beschreibstoffes beeinflusste zum einen das Werkzeug mit dem darauf geschrieben wurde das wiederum beeinflusste die Form der Schrift. Dies wirkte sich wieder auf das Buch und seine Form aus.

Die Vorgänger

Höhlen Malerei

Höhlen Maltereien

Wann: Steinzeit
Wo: entdeckt an verschiedenen Orten auf der Welt
Material zum Beschreiben: Pigmente aus Erde, Stein
Werkzeug: mit der Hand

Sie waren wohl eine der ersten von uns bekannten Möglichkeiten Sachen, Wissen zu verbildlichen und an kommende Generationen weiter zugeben. Wir wissen natürlich nicht warum diese Menschen das damals gemacht haben. War es eine Art von Kunst? Wollten sie damit Geschichten erzählen und an die nächste Generationen weitergeben? Wie bei einen Märchenbuch? Hatten sie einen besonderen Sinn? Das kann heute nicht mehr geklärt werden. Aber sie sind uns bis heute erhalten geblieben.
Diese Malereien findet man in den verschiedensten Höhlen und Felswänden der Welt.

Palmenblatt

Wann: vor 5000 Jahren
Wo: Asien
Material zum Beschreiben: wasserfester Tinte/ Tusche
Werkzeug: Griffel

In vielen Teilen Asiens gab es schon vor 5000 Jahren die Palmblattbücher und Palmblatthefte. In Indien wurden diese Bücher „Plothi“ genannt. Die Palmblätter wurden in Milch gekocht, dann durchbohrte man sie meist an einer oder beiden Seiten um einen Faden durchzuführen. Als Schutz wurde der Buchblock zwischen zwei Holzbretter gelegt. Diese Holzdeckel wurden oft verziert, die Schrift wurde beidseitig mit einem spitzen Griffel eingeritzt. Damit der Text auch lesbar war, wurde er mit Ruß eingeschwärzt.
-China „Jian Ce“ oder „Jian Du“ genannt: Bambus getrocknet, entrindet, in Täfelchen geschnitten und über Feuergetrocknet werden, um eine lange Haltbarkeit zu erreichen.

Schildkrötenpanzer & Ochsenschulterblätter

Wann: 12 Jhr. v. Chr.
Wo: China
Material zum Beschreiben: –
Werkzeug: Messer

Aus der Zeit der Shang-Dynastie wurden beschriftete Schildkrötenpanzern und Ochsenschulterblätter gefunden.
Die Schildkrötenpanzer und Ochsenschulterblätter wurden in ein Feuer gelegt und durch die Hitze entstanden Risse in diese. An Hand dieser Risse trafen die Schamanen dann Prophezeiungen und Vorhersagen, diese ritzte der Schamane dann mit einen Messer in diesen Panzer herein.

Höhlen Malerei

Baumrinde

Wann: –
Wo: Nordamerika
Material zum Beschreiben: –
Werkzeug: –
In vielen Kulturen wurde auch die Rinde von Bäumen z.B. die Rinde der Papier-Birke als Material, zum beschriften verwendet.
In Sulatra fand man ein Faltbuch das aus geglätteter Baumrinde besteht. Es wird mit zwei Holzdeckel zusammengefasst und geschlossen mit einer geflochtenen Ratternband.

Bambus- & Holzstreifen

Wann: 6 Jhr. v. Chr.
Wo: China
Material zum Beschreiben: Tinte
Werkzeug: Pinsel / Griffel

Die ersten richtigen Bücher – so wie wir sie heute kennen – gab es in China um 6. Jahrhundert v. Chr., sie hießen jiance oder jiandu. Diese Bücher waren aus dünnen Bambus- oder Holzstreifen, die man zusammenrollen und zubinden konnte.
Als das Papier erfunden war entstanden daraus die Faltbücher, die heute eher als Leporellos bekannt sind. Bei den Faltbüchern bestand der Buchblock auch wie bei der Buchrolle aus mehreren einzelnen Blättern die zusammen gefügt, nur das diese dann in einem Zick-Zack gefalzt wurden. Durch diese Faltung war die Handhabung, gegenüber der Europäischen Buchrolle, wesentlich handlicher. Die Deckel wurden aus Holz oder Pappe gefertigt, wobei die Pappe meist noch mit Papier oder Gewebe eingeschlagen wurde.

Wachstafel

Wann: 5 Jhr. v. Chr
Wo: Europa
Material zum Beschreiben: –
Werkzeug: Griffel

Wachsschreibtafeln kamen bei den Griechen und Römern auf und wurden dort schon für Verwaltung, Rechtsleben und religiöse Zwecke verwendet. Sie hielten sich bis in 18 Jh.. Wachsschreibtafeln bestanden meistens aus Holzplatten, oder bei edlen Exemplaren aus Elfenbein, und hatten in der Mitte eine Vertiefung – wie bei einem Rahmen – dort wurde das Wachs hinein gegossen. Wenn das Wachs fest war, konnte man mit einem Griffel Worte hinein ritzen. Es gab einzelne Platten oder mehrere, die durch Ringe, Lederriemen oder Schnüre an der Längsseite verbunden wurden.
Die Schriften konnten auch nach belieben wieder gelöscht und dann neu beschrieben werden.
Es wird vermutet, wobei die Meinungen hier weit auseinander gehen, dass der Codex sich aus den Wachstafeln heraus entwickelt hat: Das lateinische Wort caudex = Holzscheit oder -block, wurde ursprünglich für die Wachstafelbücher verwendet.

Höhlen Malerei

Steintafeln

Wann: 4-5 Jhr. v. Chr.
Wo: In vielen Kulturen Welt weit
Material zum Beschreiben: –
Werkzeug: Hammer und Meisel

In den Ländern in dem keine Ton vorkommen waren, haben die Menschen versucht in die verschiedensten Steinarten ihre Schriften zu schreiben. Diese Steinarten Schiefer, Marmor, Gips, Porphyr und Kalkstein verwendet und wurden dann mit einen Meisel und Hammer bearbeitet, um die Schrift in die Steine zu schlagen.

Tontafel

Wann: ca. Mitte des 4 Jhr. v. Chr.
Wo: In vielen Kulturen Welt weit
Material zum Beschreiben: –
Werkzeug: Griffel

Die keilförmige Schrift wurde in den Ton oder Lehm mit der Spitze eines Griffel geritzt, danach wurden die beschrifteten Täfelchen in der Sonne getrocknet und ausgehärtet.

Seide

Wann: 475-221 v. Chr.
Wo: China
Material zum Beschreiben: Tusche / Tinte
Werkzeug: Pinsel

Der Stoff war leicht, hielt dem feuchten Klima der Jangtse-Region stand, nahm die Tinte gut auf. Allerdings war der Rohstoff sehr teuer, daher fertigte man vorher in Bambus eine Rohfassung an und über trug in dann erst auf Seide.

Höhlen Malerei

Leder

Wann: (vorläufer des Pergaments)
Wo: in Persern, Medern, Assyrem und Hebräern
Material zum Beschreiben: Tusche
Werkzeug: Griffel

Die ungegerbten Tierhäute, also das Leder, wurde zu breiten Streifen und Riemen verarbeitet.
Dann konnte man sie mit Tusche, die aus Ruß und Öl hergestellt wurde, beschrieben.

Papyrus

Wann: 3 Jhr. v. Chr.
Wo: Ägypten, Griechenland
Material zum Beschreiben: Tusche
Werkzeug: Pinsel / Binsen

In Ägypten und Griechenland gab es Bücher aus Papyrus, sogenannte Buchrollen, die meistens zu 6 oder 7 Meter langen Rollen verklebt wurden. Um sie zu schützen wurden die Rollen in Holz- oder Tongefäße gesteckt. Die Rollen waren schwer zu lesen, da es keine Abstände zwischen den Wörtern gab.
Auch in Europa gab es lange die aus Ägypten eingeführte Papyrusrollen, später stellte man dann die Buchrollen aus Pergament her. Das war von der Herstellung zwar sehr aufwendig und teuer, aber die Buchrollen waren um Einiges haltbarer als Papyrus. Auch konnte man das Pergament mehrmals verwenden, indem man die Schrift einfach wieder abschabte. Durch dieses Abschaben und neu beschreiben, sind so manche Schriften, die als nicht mehr ‚Modern‘ angesehen worden sind, zerstört worden und verloren gegangen.
Diese Rollen hatten meist eine Länge von 20 Metern, die längste gefundene Rolle ist sogar 40 Meter lang. Sie wurde auf ein bis zwei Rundstäbe (am jeden Ende einer) aufgerollt. Durch diese ausgesprochene Länge der Rolle war es meist sehr umständlich diese zu lesen und mit diesen Rollen zu arbeiten. Außerdem wurden die meisten Rollen quer gerollt und beschrieben, sie hatten keinen Seitenumbruch, was es schwierig machte sie zu lesen. Dadurch, dass man keine Register anfertigen konnte,war es außerdem schwierig bestimmte Stellen wieder zu finden.
Doch trotz dieser vielen Nachteile, wurde die Buchrolle in Europa bis ins hohe Mittelalter verwendet. Auch heute findet sie noch als Urkunde, Diploma und ähnliches, doch besteht sie heute eher aus Papier, als aus Papyrus oder Pergament.

Heutige Interpretationen

Ich hoffe du kannst dir hier auch Inspirationen hohlen für ein tolles Buchbinde Projekt.
Damit du auch siehst, das du auch aus diesen Vorgängern von Büchern auch interessante Bücher binden kannst hier mal 2 Beispiele:

Inspiriert von Bambus- & Holzstäbchen Bücher

Inspiriert von Palmblattbuch

Ich habe dir hier nun einen kleinen Einblick geben, da ich keine Geschichtsexpertin bin noch Historikerin, Archäologin oder so, gibt es keine Garantie, das diese Sachen alle Korrekt sind. All diese Sachen habe ich mir von verschiedenen Quallen zusammen getragen, falls etwas Falsch sein sollte oder ich etwas vergessen habe, tut es mir Leid. Du kannst mich gerne Korrigieren, schreibe mir einfach und ich werde es ergänzen oder ab ändern.

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Quellen

Das Buch – Eine illustrierte Geschichte von Martyn Lyons

Wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Schriftmedien

mediengeschichte.dnb.de

Ecktor Faltung

Ecktor Faltung

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Dieses mal habe ich für dich eine andere Faltung, die du aus einem Blatt Papier falten und natürlich mit einem gestaltungs-Beispiel. Im Englischen heißt diese Faltung sie „The corner folder open gate“, also habe ich sie ganz simpel, als Ecktor Faltung bezeichnet. Da ich sonst keinen Deutschen begriff für diese Faltung gefunden habe.

Diese Faltung ist nicht einfach, es wäre praktisch wenn du Erfahrungen in Origami hättest, das würde es zu mindestens erleichtern, diese Faltung nach zu falten.

Aus einem Blatt: Ecktor Faltung

Anleitung

Das Papier wird an jeder Seite in drei gleiche Teile geteilt. In meim Beispiel war das Papier 9 x 9 cm groß, so waren meine Teile 3 cm. Mache dort kleine Makierungen mit dem Bleistift.

Die Faltung erfolgt immer mit zwei Markierten Punkten die sich schräg gegen Überliegen (siehe Illustrierte Anleitung). Das Machst du Reihum mit allen Markierungen.

Anleitung fürs Faltbuch: T-Cut

In meinem Beispiel habe ich eine kleine Einladung Karte zu einen „Home Kino Abend“ gestaltet. Natürlich kann man noch viele andere Sachen daraus machen, wie Geburtstags Grüße, Party Einladungen, ect.. Dir kommen sicher auch noch ein paar Ideen, als deine Fantasie einfach spielen.

Ich habe hier die Öffnung erst seitlich und dann oben und unten genommen. Du kannst aber auch erst oben-unten Öffnen und dann Seitlich, das ist ganz dir und deiner Gestaltungs-Idee überlassen.

Tipp: Dieses Format eignet sich auch hervorragend als Träger für zusätzliche Materialien, wie leichtes Papier, Konfetti, Federn. Du kannst sie beim aufgefalteten hineinlegen und dann zu machen.

Hat dir mein neues kleines Projekt gefallen?

Hast du weitere Ideen, was man mit dieser Faltung aus einem Blatt machen kann? Dann Teile sie gerne mit mir und schreibe mir ein Kommentar.

Warum das erstellen eines Dummys wichtig ist

Warum das erstellen eines Dummys wichtig ist

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Warum das erstellen eines Dummys wichtig ist.

Wenn du ein Buch Projekt planst, muss du an viele Dinge denken und viele Entscheidungen treffen noch bevor du richtig los legt. Damit du bestimmte Entscheidungen treffen kannst oder Kontrollieren kannst, ob auch alles so passt, wie du dir das gedacht hast, ist es immer gut einen Dummy zu erstellen.

Nicht immer ist es notwendig einen Dummy zu erstellen, aber bei vielen Projekten ist es doch ratsam, den ein oder anderen zu erstellen. Ich habe schon bei vielen meiner Projekten Dummys erstellt und war auch immer froh diese dann zu haben.

Welche Fragen können

durch Dummys geklärt werden?

Ich möchte dir hier einige Varianten und Möglichkeiten aufzeigen welche Art von Dummys du erstellen kannst und wofür sie gut sind. Zuerst mal bei welchen Fragen könnte ein Dummy hilfreich sein:

Wie ist die Anordnung der Seiten?

Diese Frage stellt sich bei Buchbindungen wo die Seiten Platzierung nicht ganz klar ist, wie zum Beispiel bei den Einblatt- / Faltbüchern die ich hier in den letztens Monaten vorgestellt habe. Da ist es immer ratsam vorher einen kleinen Dummy zu falten um herauszufinden, wo sich welche Seiten nun auf dem Blattpapier befindet. Damit später auch alle Seiten an der richtigen stelle stehen.

Dummy Einblattbuch / Faltbuch

In welcher Größe möchte ich mein Buch erstellen?

Die Größe ist sehr wichtig in einen Buch Projekt. Du solltest dir schnell klar sein, wie groß und welche Format dein Buch werden soll. Bei den Faltbüchern zum Beispiel solltest du wissen welches End Größe dein Buch haben sollte, um so zu wissen, wie groß der Bogen Papier in der Anfangs Format haben muss.

Dummy für Projekt Bücher binden

Stimmen die Seiten Aufteilungen? Ist der Druckbogen richtig angelegt?

Wenn du mit dem Computer arbeitest und in einen Grafik Programm Seiten anlegst, müssen diese Ausgeschoßen werden – das Heißt, das sie so auf dem Druckbogen angeordnet werden, um sie später richtig zu Drucken. Dabei können manchmal Fehler entstehen und so ist es ratsam dir die Seiten dann verkleinert auszudrucken und zu schauen, ob sie auch alle Richitg angeordnet sind.

Es kann auch sehr praktisch sein sich kleine Dummy Seiten zu erstellen, um so zu erfahren wie viele Seiten hat eine Lage mit z.B. 3 Bögen und wie viele Lagen brauche ich um eine bestimme Seiten zahl zu erreichen. Außerdem helfen diese auch gut dabei, wenn du die Seiten – die du am Computer erstellt hast per Hand auszuschießen, falls du die Seiten selbst ausdrucken willst.

Leporello Bücher

Wie funktioniert eigentlich diese Buchbindetechnik?

Wenn du einen neue Buchbindetechnik ausprobieren möchtest für dein neustes Buch Projekt, dann ist es immer ratsam diese einmal auszuprobieren. Zum einen um zu sehen wie diese überhaupt funktioniert, sondern auch um letztendlich zu erfahren, ob diese den überhaupt wirklich zu deinem Projekt passt und wie schwierig die Umsetzung ist. Evtl. fallen dir auch während des Bindens noch weiteren Ideen zu dieser Bindung ein. Vielleicht möchtest du sie auch etwas um ändern um sie noch passender zu deinen Buch Projekt Idee zu gestalten.

Beispiele zur Anwendung von einen Dummy

Oft ist es auch so das du mehrere Sachen mit dem Erstellen eines Dummys beantworten kannst. Und manchmal bedarf es auch mal mehrere Dummys um sich klar zu werden was du wirklich willst, was das richtige für dein Buch Projekt ist. Hier mal Beispiele bei denen ich Dummys gebaut habe:

Übersicht von Dummys

Einblatt- / Faltbücher

Wie ich schon erwähnt habe ist bei den Einblatt- / Faltbüchern die richtige Anordnung der Seiten nicht auf den ersten Blick ersichtlich, daher ist es immer ratsam hier einen kleinen Dummy zu bauen und die Seiten zahlen drauf zu schreiben. Außerdem ist es so je mehr Faltungen und komplexer das Faltbuch ist, desto kleiner wird das Endformat sein. Daran solltest du denken, wenn du kein all zu kleines Endformat haben willst, musst du ein größeren Bogen Papier verwenden. Probiere hier gerne mal verschiedene große Bögen Papier aus. Um die passende Größe für dein Projekt zu finden.

Dummy für das Projekt Reportage

Reportage

Bei meinem Buch Projekt Reportage war ich mir bei der Bindungsart nicht ganz sicher und auch der Anfang der Buch Seiten war erst nicht ganz klar. So habe ich drei kleine Dummys gebunden und eine Mischung aus beiden gemacht.

Seiten Aufteilung richtig? Wie binde ich die Seiten am besten zusammen?

Karusselbuch

Bei meiner Bachelor Abschlussarbeit habe ich mich viele Fragen gestellt, als feststand was ich den machen wollte. Welche Größe ist optimal? Wie viele Ebenen soll das Buch haben? Welche Farben sollen die ebenen haben? Wie groß müssen die einzelnen Seiten sein? Welches Papier eignet sich am besten? Wie soll das Buch zu Schließen sein?

Daher habe ich so einige Dummy Bücher gebunden, um mir klar zu werden wie die Bücher zum Schluss aussehen sollten. Ich habe an die fünf Bücher gebunden, bis ich alle diese Fragen beantwortet hatte.

Wie du sehen kannst ist es manchmal ganz gut einen Dummy im laufe eines Projektes zu erstellen. Probiere es doch einfach mal bei deinen nächsten Projekt aus, vielleicht wird dir die Erstellung eines Dummys ja weiter helfen. Teile gerne deine Erfahrung mit mir, hinterlasse dafür gerne einfach ein Kommentar hier oder schreibe mir eine E-Mail oder bei Instagram.

Faltbuch: T-Cut 2

Faltbuch: T-Cut 2

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Hier eine weitere Variante vom T-Cut, sie ist einfach im Falten und schneiden, aber das blättern und das einteilen von den Seiten ist etwas schwieriger. Es hat die Anmutung von einem Doppelbuch. Da es sich gut von beiden Seiten blättern lässt und so das der „Rück“ (dort wo beim normalen Buch der Rücken ist) auch geblättert werden kann.

Einblatt- / Faltbuch: T-Cut 2

Die Seiten Aufteilung ist so etwas anders als bei den vorigen Einblatt- / Faltbüchern. (Wie du hier in der Skizzen sehen kannst.)

Sechs mal falten und vier Schnitte brauch es für das Einblatt- / Faltbuch: T-Cut 2.

Anleitung:
1. Einmal das Papier längs in der Mitte falten, wieder aufklappen und auf die andere Seite drehen.
2. Dann noch mal längs auf beiden Seien in die Mitte falten, sodass 4 gleich große Streifen entstehen. Und wider auf klappen.
3. Jetzt einmal in der vertikalen in der Mitte falten und wieder aufklappen. Dann wieder auf die andere Seite drehen.
4. Auch hier beide Seiten in der vertikalen zur Mitte falten, sodass jetzt 16 gleichgroße Rechtecke entstanden sind.
5. Dann nur noch an den Faltkanten einen T-Schnitt, am besten mit einen Cutter mache.
6. Jetzt kannst du das kleine Buch zusammen falten.

Anleitung fürs Faltbuch: T-Cut

In meinen Beispiel bin ich mal etwas Experimenteller, als bei den vorigen. Ich habe das Papier mit Acryl Farbe in blau, weiß und grün angemalt, um die Optik, Assoziation von Wasser herzustellen. Dann habe ich auf die Seiten Begriffe geschrieben die ich mit Wasser Assoziiere und verbinde.

Hat dir mein neues kleines Projekt gefallen? Hast du Fragen zu meinen Projekt oder zu Einblatt- / Faltbücher?
Dann hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

Ausblick

Ausblick

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Ausblick ins neue Jahr 2021

Erst mal wünsche ich dir ein Frohes Neues Jahr!

Heute wollte ich mit dir einen kleinen Rückblick vom Vergangenen Jahr machen und einen Ausblick geben was dich im diesen neuen Jahr alles bei mir erwarten kannst.

kleiner Rückblick

Im vergangenen Jahr 2020 habe ich dir einige tolle Einblatt- / Faltbücher vorgestellt. Wie man sie ganz einfach nach machen kann und was du zum Beispiel aus diesen Einblatt- /Faltbüchern machen kannst, welche Anwendungsmöglichkeiten es für sie gibt.
Außerdem habe ich einige Themen rund ums Buchbinden mit dir geteilt. Die dir hoffentlich ein bisschen weiter geholfen haben.

Ausblick ins Jahr 2021

Neue Projekte

In diesen gerade angefangenen neuen Jahr möchte ich erst mal mit den Einblatt- / Faltbüchern weiter machen. Dann so im ab den 2 Quartal (ab April) möchte ich weiter gehen zu den Leim losen Bindungen. Natürlich fallen auch die Einblatt- / Faltbücher unter dieser Kategorie, doch ich denke, das ich dir nun genug von dieser Buchform gezeigt habe. So kommen wir zu z.B. Rückenstichheftung, zu den Blockbuch Formen und noch anderen tollen Leim losen Bindungen. Die dir hoffentlich gefallen werden und die du auch ganz einfach nach machen kannst.

 

Neue Blogbeiträge

Auch werde ich wie im Vorjahr verschieden Themen zum Buchbinden, Buchkunst und alles was so in diesen Bereich fällt informieren. Themen wie z.B. die Bestimmung der Laufrichtung des Papiers und warum Papier so was überhaupt hat. Oder wie beschneide ich ein Buch ohne einen Stapelschneider zur Verfügung zu haben.

Neues bei mir auf Instagram

Bei Instagram führe ich eine neu Kategorie ein und zwar möchte ich euch einige Fachwörter aus dem Bereich Buch, Buchbinden und Buchkunst vorstellen und erklären.
Falls du mal über einen Fachbegriff stolpern solltest und nicht weißt was es heißt, kannst du es mir gerne Schicken und ich werde es dann gerne dort erklären.

Ich hoffe, dir werden die Themen und Projekte gefallen die ich dir in diesen Jahr vorstellen werde.

Möchtest du etwas Bestimmtes über eine Bindung wissen? Oder hast du konkrete Fragen zu einen Buchbinder Thema? Oder hast du bestimmte Themen Vorschläge die ich ´hier in meinen Blog mal behandeln sollte?
Dann hinterlasse mir einfach ein Kommentar oder schreibe mir eine Mail. Ich werde so gut es geht auf deine Frage Antworten.

Tolle Bücher übers Buchbinden

Tolle Bücher übers Buchbinden

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Tolle Bücher übers Buchbinden

Ich möchte dir heute mal 5 tolle Buchbinder Bücher vorstellen. Vielleicht ist ja das ein oder andere interessante Buch für dich dabei und landet auf deiner Weihnachtswunschliste.

Meine Buchbinderei

von Franziska Kühne

 

Alls erstes möchte ich dir dieses tolle Buch empfehlen, es ist ein Buch was sich gut für alle Anfänger und Leute die mal in Buchbinden hinein schnuppern wollen eignet. Es bietet durch die verschiedenen kleinen Projekte einen tollen Einblick in die Vielfältigkeit des Buchbindens.
Es hat tolle Schritt für Schritt Anleitungen mit Fotos, die jeden Schritt zeigen, was zu tun ist.

Buchbinden – vom Handwerk zur Kunst

von Heather Weston

 

Auch dieses Buch ist ein toller einstig in das Buchbinden, es eignet sich auch super für Anfänger. In diesen Buch werden auch die Unterschiedlichsten Buchbinde Projekte vorgestellt und noch dazu das ein oder andere tolle Schmuckelemente, das man bei seinen Selbst gebundenen Büchern machen kann, gezeigt und erklärt, wie zum Beispiel Relief und Prägung.
Die Anlegungen sind mit Fotos und der ein oder anderen Illustration gemacht.

Making Handmade Books

von Alisa Golden

 

Alls erstes möchte ich dir dieses tolle Dieses tolle Buch bietet einen großen und umfangreichen Einblick ins Handwerk Buchbinden. Das Layout ist nicht das schönste, aber hier werden bis zu 100 verschieden Bindungen vorgestellt und mit Illustrierten Schritt für Schritt Anleitungen erklärt. Das Buch ist auf Englisch, aber auch wenn man nicht gut im Englischen ist, kann man das meiste auch so verstehen, da die Illustrierten Anleitungen auch so gut verständlich sind. Trotzdem würde ich es nicht für Anfänger empfehlen, sonder denen die schon etwas Erfahrung mit Buchbinden gesammelt haben und gerne ihr wissen vertiefen wollen, oder neue tolle und außergewöhnliche Bindungen ausprobieren wollen. Den hier werden wirklich viele Buchkunst Bücher vorgestellt und gezeigt, wie unglaublich vielfältig das Buchbinden und die Buchkunst sein können. Diese Buch ist wirklich toll um sich Inspirieren zu lassen!

Handgebunden

von London Center of Book Arts

 

Ein echt toll gestaltetes Buch, mit einem klaren schlichten Layout. Es gibt am Anfang eine gute Einführung ins Buchbinden, wo erst mal Werkzeuge, Materialien und die wichtigsten Grundtechniken / Handgriffe gut verständlich und mit Fotos toll erklärt werden.
Auch die Schritt für Schritt Anleitungen sind toll, gut und schnell verständlich erklärt, sie sind mit Fotos und ergänzend mit Illustrationen dargestellt.
Es ist ein super Buch für Anfänger aber auch für Fortgeschrittene werden mit diesen schön gestalteten Buch ihre Freude haben.

In Falten gelegt

von Hedi Kyle und Ulla Warchol

 

Dieses tolle Buch habe ich erst vor kurzen entdeckt. Es beinhaltet tolle, außergewöhnliche und eindrucksvolle Buchbinde Arten und Techniken. Wovon ich sogar die ein oder andere Buchbindung noch gar nicht gekannt habe und sicher selbst bald mal ausprobieren werde.
Die gut verständlichen Schritt für Schritt Anleitungen sind hier in diesen Buch alle rein Illustrativ. Es gibt von den Büchern selbst, aber auch Fotografien.
Wie der Titel schon sagt, wird hier viel gefaltet. Die Bindungen hier basieren meist auf den Ziehhamonikafalz. Die beiden Buchkünstlerinnen haben sich einige tolle und eindrucksvolle Buchbindungen einfallen lassen. Es ist auf jeden Fall lohnenswert, aber man sollte schon die ein oder andere Buchbinde Erfahrung haben. Für komplette Anfänger eignet sich das Buch eher weniger.

Noch ein tolle Tipp von mir, besonders wenn du dir noch nie Buchbinden gemacht hast und dir noch unsicher bist, ob das wirklich was für dich ist. Musst du dir nicht gleich Bücher übers Buchbinden oder Buchkunst kaufen. Schau doch einfach mal in deiner Stadtbibliothek vorbei. Ich bin mir sicher die werden das ein oder andere Buchbinder Buch sicher auch haben. Also Leih dir dort einfach mal ein Buch aus und probiere es aus. Wenn es dir gefällt, kannst du ja immer noch dir das ein oder andere Buch über Buchbinden oder Buchkunst zu legen.

Kennst du noch tolle Buchbinder Bücher? Hast du für mich vielleicht auch eine tolle Buch Empfehlung? Dann gerne her damit.

Jahresplaner

Jahresplaner

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft
Dies ist mal eine Variante die ganz ohne Schnitt auskommt. Es wird also nur gefaltet, daher ist es auch wieder eine recht einfach und schnell hergestelltes Faltbuch.

Das Beispiel, was man aus dieser Technik machen kann, zeige ich dir dieses mal an einen kleinen Jahresplaner den ich erstellt habe. Auf der einen Seite des Blattes befindet sich die Jahresübersicht, in der ganz absichtlich nicht die Wochenende und Feiertage eingetragen wurden. Damit du diesen Planer jedes Jahr neu ausdrucken und benutzen kannst. Du kannst sie ganz einfach z.B. mit einen Marker kennzeichnen.
Auf der anderen Seite des Jahresplaners befinden sich eine To-Do-Liste, ein Veranstaltungslist und die 4 Quartale, in der du jeweils deine To-Do’s und Veranstaltungen die du besuchen willst ein tragen kannst.

Faltbuch ohne Schnitt

Hier habe ich wieder ein ganz einfaches Faltbuch für dich. Da brauch man noch nicht mal einen Schnitt für. Einfach nur vier kleine Faltungen und schon ist es Fertig.

Anleitung fürs Faltbuch: T-Cut

Und Lust bekommen mal dieses Faltbuch auszuprobieren? Es ist wirklich sehr einfach und eignete sich für viele tolle Projekte, z.B. für Werbematerial, kleine Kataloge, Karten mit hinweisen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, ect.

Hast du auch schon Ideen, was du machen könntest? Verrate es mir gerne in einen Kommentar. Ich würde mich freuen.

Kleine Spirale

Kleine Spirale

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Auch heute habe ich ein Faltbuch für dich, diesesmal ist es ein Quadratisches, das aus neun Quadrarten besteht und aus drei Schnitten. Ich habe bei meinem heutigen Beispiel mal nicht mit Illustrationen geabreitet, sondern mit Mustern die ich ausgeschnitten habe.

Faltbuch: kleine Spirale

Vier mal Falten und drei kleinen Schnitte und schon ist das kleines Faltbuch fertig.

Anleitung fürs Faltbuch: T-Cut

Buch Aufbau

Buch Aufbau

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Die Bestandteile eines Buches

Wie ist ein Buch aufgebaut und wie bezeichnet man die einzelnen Teile aus denen ein Buch besteht? Hast du dich das auch schon mal gefragt? Hier möchte ich dir einen groben Überblick geben aus was ein Buch bestehen kann. Da es sehr viele verschiedene Buchbindearten gibt die auch einige Unterschiede haben, möchte ich hier mal die gängigsten Teile, die bei den meisten so vorhanden sind vorstellen.

Buchblock

Wie ist ein Buch aufgebaut und wie bezeichnet man die einzelnen Teile aus denen ein Buch besteht? Hast du dich das auch schon mal gefragt? Hier möchte ich dir einen groben Überblick geben aus was ein Buch bestehen kann. Da es sehr viele verschiedene Buchbindearten gibt die auch einige Unterschiede haben, möchte ich hier mal die gängigsten Teile, die bei den meisten so vorhanden sind vorstellen.

Klebebindung

Bei der Klebebindung besteht der Buchblock aus Einzelseiten. Diese werden am Rücken zusammen geklebt und mit einer Gaze – als Verstärkung – zusammen gehalten.

Fadenbindung

Bei der Fadenheftung kann er aus nur einer Lage bestehen oder aus mehreren Lagen. Diese bestehen aus mehreren ineinander gesteckten, gefalzten (Doppelseiten) Bögen Papier.

Leporello

Bei einem Leporello hingegen besteht der Buchblock aus einer langen reihe gefalzter Seiten oder mehreren Seiten, die miteinander verbunden – zusammen geklebt – sind.

Japanische Bindung

Bei der Japanischen Blockbuch Bindung sind diese Doppelseiten nicht ineinander gesteckt, sondern hier liegt der Falz im Vorderschnitt und die offene Seite im Rücken.

Buch mit Buchschrauben

Bei einer Bindung mit Buchbindeschrauben besteht der Bcuhblock aus Einzelnen Seiten, die mit den Schrauben zusammen gehalten werden.

Buchdecke

Die Buchdecke ist der Teil des Buches, welcher sich von außen, um den Buchblock legt und so diesen schützt, sozusagen die Schutzhülle des Buchblogs. Sie kann je nach Bindungsart auf einen festen Material, wie Pappe oder auch Holz bestehen oder auch nur aus festeren Karton.

 

Broschur

Die Buchdecke bzw. hier der Umschlag besteht bei einer Broschur nur aus einem Stück stabilem Karton.

Buchdecke mit offenem Rücken

Aber sie kann auch nur aus Vorderdecke und Rückendecke bestehen. Einen Buchrücken hat ein solcher Einband nicht, der Rücken des Buchblocks bleibt frei, damit die schöne Fadenheftung sichtbar wird. Auch kann die Decke direkt an den Buchblock gebunden werden.

Eine weitere Möglichkeit ist den offenen Buchrücken mit einem Stück Gewebe zu bekleben.

Buchdecke

Bei einem Bucheinband besteht sie meist aus zwei Pappdecken (Vorderdecke und Rückendecke) und einen schalen Stück Pappe für den Rücken (sollte so breit geschnitten sein, wie der Rücken des Buchblocks), diese drei Teile werden mit einen Stück Krepppapier verbunden. Anschließend mit einem Bezugsmaterial bezogen.

Vorsatzpapier

Das Vorsatzpapier ist nicht nur ein Schmuckelement, sondern bildet die Verbindung zwischen Buchdecke und Buchblock.

Daher besteht es meistens auch aus festerem Papier. Die eine Seite des Vorsatzes heißt Spiegel – dieser wird jeweils in die Innenseite der Decke geklebt – und die andere Seite fliegendes Blatt – dieses wird mit dem Buchblock verbunden. Man kann es mit an den Buchblock heften oder nach dem Heften etwa einen fingerbreit auf dem Buchblock kleben.

Bestandteile für eine Broschur

Faden

Der Faden oder Heftwirn hält die Lagen zusammen und verbindet die einzelnen Lagen zum einem Buchblock.

Heftbänder

Heftbänder werden zum Heften von Buchblöcken genutzt, sie sollen so mehr Stabilität bekommen, außerdem erleichtern sie das Aufschlagen bestimmter Einbände.

Früher war es eine der meist angewandten Bindungen.

 

Bestandteile für eine Fadenbindung

Rille

Rillen werden meistens bei den Umschlägen (Bucheinband) von Broschuren verwendet. Die Umschlägen bestehen meist aus starken Karton den man nicht so einfach Falzen kann, ohne das Brüche entstehen, daher wird hier mit Rillen gearbeitet.

 

Gaze

Die Gaze wird meist bei einer Klebebindung verwendet um den Rücken mehr Stabilität zu geben. Sie kann aber auch mal zusätzlich bei Fadenbindungen zum Einsatz kommen.

 

 

Schmuckelemente

Kapital

Das Kapitalband ist ein meist farbiges Stück Stoff und wird an der Ober- (Kopf) und Unterkante (Fuß) des Buchblocks angebracht. Es ist eigentlich nur zur Zierde (Schmuckelement) da.

Früher wurden die Kapitale an den Buchblock angenäht und so dienten es als zusätzliche Verbindung der Lagen miteinander.

 

 

Zeichenband

Das kennst du sicher besser unter der Bezeichnung Leseband. Das Band wird am Kopf des Buchrückens angebracht. Bei sehr dicken Büchern werden auch gerne mal zwei verwendet.

 

 

 

So das waren die wichtigsten Bestandteile eines Buches.

Hast du Fragen zu einzelnen Punkten? Fehlt deiner Meinung nach noch etwas?
Hinterlasse gerne ein Kommentar.

Eiscaffee

Eiscaffee

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Hier mal eine Variante von dem X-Faltbuch, was ich dir vor einen Monat vorgestellt habe. Es ist ein sogenanntes Doppelbuch, das von beiden Seiten – also von vorne und von hinten geblättert werden kann. Es sind so zwei Bücher in einem.

Doppel X-Faltbuch

Dieses Faltbuch ist nicht ganz so einfach zu falten, als die andern die ich dir vorher gezeigt habe.

DIY zum Doppel X-Faltbuch

In meinem Beispiel habe ich eine Karte für ein Eiscaffee gestaltet. Von der einen Seite des Faltbuches, erfährt man welche Eisbecher es in dem Eiscaffee gibt und auf der anderen Seite kann man die Getränke ersehen.

Und wie Lust bekommen mal selbst ein Doppel X-Faltbuch zu machen? Hast du schon Ideen, was man tolles aus diesen Faltbuch machen kann? Dann würde ich mich freuen, wenn du mir dies in einen Kommentar verraten würdest.

Buch Planen

Buch Planen

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Wie du ein Buch-Projekt richtig Planst

Du möchtest ein Buch erstellen? Das ist wunderbar. Aber weist du auch, wie man so was macht und was man alles im Vorfeld so beachten sollte?
Hier erfährst du, was du für verschiedene Aspekte beim Planen deines Buches zu beachten hast.

Was für ein Buch so es den werden?

Als Erstes solltest du dich fragen, was für ein Buch will ich überhaupt machen? Es gibt zum einen das Blanko Buch. Es besteht aus leeren Seiten: z.B. Skizzen- , Tage- oder Notizbuch.

Als Zweites gibt es die Bücher mit Inhalt, Texten und Bildern, gestaltet werden.

 

Zielgruppe

Als nächstes solltest du dir klar werden, wer ist deine Zielgruppe? Was möchte sie haben? Gibt es überhaupt eine Zielgruppe? Oder ist es einfach ein Buch, das du für dich selbst herstellst? Oder ist es ein Geschenk für nur eine bestimmte Person?

 

Format

Es gibt zahlreiche Buchformate, die sich je nach Lesbarkeit, Ästhetik, Produktionsmöglichkeit oder auch persönlichem Geschmack richten. Daher stellt sich zuerst die Frage: Was für ein Format möchte ich? Hochformat, Querformat oder ein Quadratisches? Soll es ein DIN Format sein oder etwas ganz anderes?
Das Format sollte zum jeweiligen Buch passen.
Falls du ein Buch machst, dessen Inhalt gedruckt werden muss und du schon eine Druckerei für den Druck ausgewählt hast, frage dort nach, welche Größen bedruckt werden können und welche Laufrichtung die zur Verfügung stehenden Papiere haben, um sich dann die idealen Nutzen zu errechnen. Es ist immer ratsam so viele Nutzen wie möglich auf den Druckbogen zu bekommen. Gängige Druckbögen haben die Maße von 50 x 70 cm oder 70 x 100 cm.

 

Papierwahl

Man kann grundsätzlich alles an Papier verwenden. Es sollte jedoch immer auf die Laufrichtung achten werden! In Druckereien wird meist darauf geachtet, umso wichtiger wird es jedoch auf diese zu achten, wenn man selbst Papier kauft und bedruckt.

Welche Bindung?

Die Bindung sollte gut zum Projekt passen und auch dazu welchen Nutzen das Buch später erfüllen muss. Hier ein paar Beispiele, welche Bindung sich gut für was eignet:

Einblatt- / Faltbücher

Sind zum Beispiel super geeignet für Poster, Flyer, Portfolio, Werbematerial, Kataloge (Ausstellungskatalog).

Klebebindungen

Klebebindung

Ist zum Beispiel gut für Taschenbücher, Werbeprospekte, Zeitschriften geeignet, weniger für Bücher in denen ständig geblättert werden soll. Da die Bindung schnell brüchig wird und so auseinander Fallen kann.

Fadenbindungen

Fadenbindung

Sie eignen sich sehr gut für Bücher die öfters in Gebrauch sind. Auch für Skizzen- und Notizbücher sind sie super geegnet, da sie sich gut aufschlagen lassen.

Japanische Blockbindung

Japanische Bindung

Es gibt viele tolle Stich Varianten und Muster, die eine tolle Gestaltung Möglichkeiten. Hier sollte dünnes Papier und keine zu dicke und starke Buchdecke verwendet werden, da das Buch sich sonst schwer Blättern lässt. Eignen sich für besondere Bücher, nicht geeignet für Bücher die ständig in Gebrauch sind, wie Kochbuch, Bastelbücher, etc.

Leporello Bücher

Leporello

Der Leporello ist gut geeignet für Flyer, kleine Broschuren, Werbeprospekte, als Fotobuch. Wenn sie nicht zu viele Seiten haben, kann es auch super als Skizzenbuch verwendet werden.

Buch mit Buchschrauben

Buch mit Buchschrauben

Eine Bindung mit Buchbindeschrauben ist gut für Fotoalben, Speisekarten, Musterfächer geeignet und auch für Bücher die noch wachsen, da es für diese Schrauben immer wieder geöffnet werden können, so kann neues hinzugefügt oder neu angeordnet werden.

Umfang

Wie viele Seiten soll das Buch haben? Ist es eine Klebebindung, Leporello oder eine Fadenbindung? Bei der Klebebindung ist die Anzahl der Seiten relativ egal, beim Leporello sollen es nicht zu viele Seiten sein, da diese irgendwann sehr unhandlich werden kann. Bei einer Fadenbindung ist es wichtig das es sich auf jeden Fall durch 4 Teilen muss. Da ein Bogen (Lage) aus 4 Seiten besteht. Das sollte du immer im Hinterkopf behalten. Bei einer Bindung mit Gummiband oder Buchbindeschrauben gibt das jeweilige Material (z.B. Länge der Schrauben) vor wie viele Seiten das Buch haben kann.

 

Inhalt des Buches

Hast du Inhalt in deinen Buch oder wird es ein Blanko Buch? Wenn du einen Inhalt hast, wie erstellst du ihn? Am Computer? Oder per Hand direkt auf deinem Papier, z.B. im Holzschnitt oder Malst du ihn oder Kalligrafisch?
Wenn du es per Hand machst solltest du dir überlegen, ob du es vor oder nach dem Binden des Buches auf das Papier bringst. Was erscheint dir Sinnvoller.

Wenn du es am Computer machst,
musst du noch einige Sachen beachten:

Dokument anlegen

Beim Anlegen des Dokuments für Text und Bilder muss man Doppelseiten anlegen und in Vierer Schritten Denken. Das Heißt 1 Doppelseite besteht aus 4 Seiten, was bedeutet, dass das endgültige Dokument – die Seitenzahl – durch 4 teilbar sein sollte.

Anschnitt anlegen

Beim Anlegen des Dokuments sollte auch immer ein Anschnitt von mindestens 3 mm mit ein berechnet werden. Egal ob etwas im Anschnitt stehen wird oder nicht. Es erleichtert später das Zuschneiden des Buchblocks.

Ausschießen

Ausschießen bezeichnet das Anordnen der Seiten auf dem Druckbogen. Die meisten Druckereien machen das selbst, da sie spezielle Programme dafür haben, ihre Druckbögen richtig anpassen zu können. Am besten einfach mal in der Druckerei nachfragen.

Auflage

Wird es nur ein Exemplar werden? Oder möchtest du mehrere Bücher herstellen? Wenn ja, solltest du dir sehr genau überlegen wie viele du herstellen möchtest? Hast du eine Zielgruppe? Die dir diese Bücher auch abnehmen? Besser ist immer weniger zu machen, als zu viele. Hinterher bleibst du nur auf diesen sitzen. Nach produzieren kann man immer noch.

 

Materialien

Welche Materialien werden benötigt? Welche sind schon da und welche müssen nach besorgt werden? Besorge dir alle nötigen Materialien, bevor du anfängst. Ganz gut ist es auch immer etwas mehr, als nötig dazuhaben, falls mal etwas schief gehen sollte.
Beim Material solltest du, wenn du mit Leim arbeitest, unbedingt auch an Makrulaturpapier (z.B. Zeitungspapier) denken, das du als Unterlage benutzen kannst.

 

Werkzeuge

Welche Werkzeuge werden benötigt? Hast du alle da?
Sie sollten wenn du dich an die Arbeit machst griffbereit auf deinen Arbeitsplatz liegen. Bereite deinen Arbeitsplatz gut vor. Nichts ist schlimmer, als beim Arbeiten plötzlich zu bemerken, das ein wichtiges Werkzeug oder auch Material nicht bereit liegt und noch geholt oder gesucht werden muss.

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Sternfalz

Sternfalz

Faltbuch mit der Fabel Neidlose Freundschaft

Dies X-Faltbuch auch Sternfalz genannt, wird gerne für Poster verwendet. Auch diese Faltung ist recht einfach und schnell gemacht. Ich habe sie vor einigen Jahren in meinen Studium kennen gelernt. Unser Professor hat sie uns gezeigt, um ein kleines Portfolio-Heft von uns und unseren Arbeiten zu erstellen. Diese waren dann für die Jahresausstellung von der Uni, dort konnten die Gäste diese kleinen Hefte mitnehmen.
Es war eine wirklich tolle Idee.

X-Faltbuch / Sternfalz

Hier nun zeige ich euch mein neu erstelltes kleines Portfolio-Heft: man benötigt nur ein Stück Papier, man macht vier Faltungen, zwei kleiner Schnitte und schon ist das kleines Faltbuch fertig.

Anleitung fürs Faltbuch: T-Cut